Das Thema Cupping schlägt gerade hohe Wellen und ist in aller Mund. Doch was ist „Cupping“ eigentlich? Wir klären auf! Cupping ist eine moderne Form des klassischen Schröpfens und damit ein recht neuer Trend. Mithilfe eines Silikon-Cups wird die Gewebeflüssigkeit in Schwung gebracht ähnlich wie beim Faszienyoga. Dadurch werden verklebte und unflexible Faszien wieder geschmeidig und elastisch.

Das Cupping ist perfekt für die Eigenanwendung geeignet. Nutze die vielen positiven Effekte und die einfache Handhabung, um deinen Faszien etwas Gutes zu tun. Bei regelmäßiger Anwendung können sogar Rückenschmerzen, Nackenschmerzen und Kopfschmerzen gelindert werden.

Was ist Cupping?

Bereits seit Jahrhunderten ist die heilende Wirkung des Schröpfens bekannt. Beim Cupping handelt es sich nun um eine neue Variante der klassischen Tradition. Beim Schröpfen entsteht ein Sog-Effekt, der die Gewebsflüssigkeit des Körpers wieder in Fluss bringen kann. Statt Schröpfgläser kommen beim Cupping sogenannte Cups zum Einsatz, biokompatible Silikone.

Wie wirkt Cupping?

Der Schlüssel zu einer nachhaltigen Schmerzbehandlung sind die Faszienschichten des Körpers, die eng miteinander verbunden sind. Generell verlaufen in der Unterhaut unseres Körpers Blut- und Lymphgefäße und verschiedene Nervenbahnen. Ist das Fasziengewebe gesund, so ist es weich und elastisch. Beim Cupping jedoch entsteht durch den Unterdruck eine 3D-Anpassung. Dadurch verbessert sich die Verschiebbarkeit der einzelnen Schichten.

Der Stoffwechsel wird stimuliert und durch das weitere Bewegen der Cups wirken Schwerkräfte auf das Fasziensystem. Auf diese Weise wird auch die Gleitfähigkeit der Faszien enorm verbessert. Das Cupping wird an bestimmten Zonen des Körpers angewandt und kann somit eine Fernwirkung auf den Beschwerdebereich erzielen.

Wofür kann die Cupping-Methode angewendet werden?

Beim Thema Cupping geht es nicht nur um die Schmerzbehandlung, sondern auch um Wellness und Entspannung. Gleichzeitig kann der Heilungsprozess von Narben und Verletzungen unterstützt werden. Die Vorteile dieser modernen Schröpfvariante haben auch bereits Jennifer Aniston und Gwyneth Paltrow erkannt.

Generell ergeben sich durch das Cupping zahlreiche Vorteile:

 

  • Verbesserung der Durchblutung
  • Lösen von Verspannungen und Verklebungen der Faszien
  • Erreichen tieferer Gewebeschichten
  • Linderung von Schmerzen
  • optische Straffung der Haut
  • Anregung der körpereigenen Selbstheilungskräfte
  • Unterstützung des Körpers, um abgelagerte Stoffwechselprodukte auszuscheiden
  • Verkürzung der Regenerationszeit des Körpers
  • Unterstützung des Heilungsprozesses
  • Erhöhung der Trainingsleistung
  • Förderung der alltäglichen Bewegung
  • mehr Entspannung und Wohlbefinden
  • das Gefühl von mehr Gesundheit und Ausgeglichenheit
Der größte Vorteil: Das Cupping lässt sich ganz einfach selbst zu Hause anwenden!

Wie funktioniert Cupping?

Anstatt ein teures Massagestudio zu besuchen, kannst du das Cupping ganz einfach selbst zu Hause durchführen. Die Selbstbehandlung ist kinderleicht und mittels unzerbrechlicher Silikoncups einfach anwendbar. Im Vergleich zum normalen Schröpfen (mit erhitzten Glasglocken) funktioniert das Cupping deutlich angenehmer. Hierbei wird das reine Schröpfen mit Massage-Techniken kombiniert.
Die angewandten Cups sind in unterschiedlichen Größen erhältlich, abhängig dessen, wo sie zum Einsatz kommen. Große Cups werden vor allem auf dem Rücken eingesetzt, wohingegen kleinere Cups eher für das Gesicht, die Beine oder den Nacken geeignet sind.
Die kleinen Glocken werden vor der Anwendung zusammengedrückt und auf die Haut aufgesetzt. Dadurch entsteht ein Unterdruck (statt durch Hitze, wie beim normalen Schröpfen). Die aufsetzten Glocken sollten nun langsam und mit Bedacht über die Haut gezogen werden, um die verklebten Faszien zu stimulieren.

Worauf ist zu achten?

Da beim Schröpfen viel Unterdruck erzeugt wird, kann es zu einer gewaltigen Linderung deiner Probleme kommen. Dennoch kann es sein, dass auf deiner Haut rote Flecken, wenn nicht sogar Blutergüsse entstehen. Das ist ganz normal und lässt sich auch beim Cupping nicht verhindern.
Beachte außerdem, dass die Behandlung einige Zeit wirken sollte. Etwa 15 bis 30 Minuten Zeit solltest du dir für das Cupping (plus Vorbereitung) nehmen, um eine entsprechende Wirkung zu erzielen. Wichtig ist außerdem, dass die Behandlung in den nachfolgenden Wochen regelmäßig wiederholt wird.

Cupping gegen Rückenschmerzen

Wenn du unter Muskelschmerzen, Verspannungen und vielleicht sogar an Bewegungseinschränkungen leidest, dann hat das alles möglicherweise einen bestimmten Grund: verletzte Faszien. Deine Faszien sind eventuell verklebt und verfilzt. Neuesten Studien zufolge sind die Faszien unseres Körpers zu 90 Prozent an vorherrschenden Rückenschmerzen beteiligt. Ein Grund mehr, sich mittels Cupping diesem Problem anzunehmen und es zu lösen.

Übrigens: Nicht nur bei der Schmerzbehandlung kann das neue Cupping, die moderne Form des Schröpfens, hilfreich sein. Angewendet werden die kleinen Silikoncups auch bei Verdauungsproblemen, Bluthochdruck, Migräne, Asthma und sogar bei Depressionen. Einige Anwender schwören außerdem bei Allergien, Nervenschmerzen, Grippe, Erkältung, Hexenschuss und Regelschmerzen auf das Cupping.


Fazit Cupping

Das Schröpfen ist dir vielleicht schon ein Begriff, denn hierbei handelt es sich um eine wahrlich alte Heiltechnik. Diese wird seit Jahrtausenden in der Traditionellen Chinesischen Medizin, aber auch in anderen Kulturen angewandt. Mit dem Cupping hat sich eine neue und moderne Form des Schröpfens ergeben. Du kannst diese Behandlung ganz einfach selbst zu Hause anwenden und sparst damit viel Geld. Zum Einsatz kommen Silikoncups, die die verklebten Faszien lockern und lösen. Dadurch wirst du massiert, erlebst ein Wellness-Hochgefühl und kannst gleichzeitig Schmerzen verschiedenster Art behandeln.