Yoga Übungen - Körper straffen, Stress reduzieren

Yoga Übungen – Den Körper ganzheitlich trainieren!

Yoga- Übungen, oft ist die Welt um uns herum laut und hektisch. Wir hetzen ruhelos und gestresst durch den Alltag. Für körperlichen Ausgleich und Entspannung bleibt oft wenig bis keine Zeit. Es liegt auf der Hand, dass wir uns häufig erschöpft, ausgepowert und überlastet fühlen. Unsere Wirbelsäule und Nerven sind dem stetigen Stress nicht gewachsen, Muskeln und Faszien sind häufig durch den fehlenden Ausgleich ungenügend trainiert und übersäuert.

Wir sind physisch und psychisch verkrampft. Jede Verspannung egal ob körperlich oder seelisch bedeutet Vergeudung von Energie. Schöpfen wir ständig mehr Energie, als wir besitzen fühlen wir uns schneller geschafft, schwach und sogar krank.

Yoga Übungen sind ein wunderbares Mittel um Verspannungen jeglicher Art zu lösen und die Batterie wieder aufzuladen. Durch regelmäßiges Yoga, wirst Du dich körperlich und geistig beweglicher, ausgewogener und energiereich fühlen. Das schöne daran ist: Yoga ist für Jedermann, unabhängig von Alter und Kondition, wirklich jeder kann damit beginnen.

Yoga – Entstehung/Geschichte

Die ersten bekannten Formen des Yogas wurden schon vor mehr als 5000 Jahren in Indien praktiziert. Bis zum heutigen Tag hat Yoga in Indien eine sehr hohe Bedeutsamkeit. Yoga zu praktizieren gehört in Indien für die meisten Menschen zum ganz normalen Alltag. Innerhalb des Yogas gibt es unzählige Stilrichtungen mit vielen Variationen.

Doch eins haben alle Yogaformen gemeinsam: Das Ziel: Körper, Geist und Seele zu vereinen.
Die ursprüngliche Form des Yogas ist die Wissenschaft des Lebens, ein Prinzip zur persönlichen Entwicklung, nicht nur zur körperlichen Kräftigung sondern viel mehr zur Harmonisierung von Geist und Seele. Die früheren Yogis trugen ein tiefes Wissen der menschlichen Natur in sich und wussten genau, wie die Menschen am Besten mit sich und der Umwelt in Einklang kommen. Yoga stellt die Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele her. Eine Balance dieser Energien bedeutet Gesundheit, eine Disharmonie dagegen Krankheit.

Was ist Yoga?

Yoga als innere Medizin. In den letzten Jahren hat sich die westliche Medizin und Forschung immer mehr mit den positiven Einflüssen des Yogas beschäftigt. Untersuchungen zeigen, dass die Tiefenentspannung in „Shavasana“ (Totenstellung am Ende einer Yoga-Einheit) beispielsweise einen hohen Blutdruck senken kann. Regelmäßiges Üben der Asanas hilft bei Beschwerden wie Gelenkentzündungen (Arthritis), Arterienverkalkungen (Arteriosklerose), Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gelenk- und Muskelbeschwerden, chronischen Schmerzen, Tinitus, chronischer Erschöpfung und Müdigkeit, Depression, Asthma usw…


Studien belegen: Wer regelmäßig Yoga übt, erhöht seine Lungen- und Atemleistung, der Herzschlag und Blutdruck können reguliert werden, Optimierung des Körpergewicht, Verbesserung des Herz-Kreislauf-System, Linderung bei chronischen Schmerzen, Stressreduktion…Einfach gesagt: Es findet eine Erneuerung und Stabilisierung des gesamten Körpers statt. Es gibt keine Bedenken mehr an der heilenden Wirkung von Yoga. Der Geist wird bewusster und klarer. Anspannung und Krankheit, Schmerzen und Leid können verschwinden. Yoga die ganzheitliche Medizin des Körpers.

Wie wirkt Yoga?

Yoga ist die Selbstfokusierung, welche Tiefe, Leichtfertigkeit und Anmut verbindet. Der wahre, tiefe Kontakt mit deinem Selbst. Ein wirksames Energie-Management-System.
Yoga ist ein ganzheitliches System, dass den gesamten Mensch in seiner Entwicklung und Heilung unterstützen soll.

„Man kann den Wert von Yoga nicht beschreiben, man muss ihn erfahren. B.K.S.Iyengar“

Positive Wirkung des Yogas:

  • Verbesserung des Sauerstofftransport, Entgiftung auf Hochtouren: Die Yoga- Übungen verbessert die Versorgung des gesamten Menschen mit Sauerstoff. Streckübungen helfen mit, alle giftigen Abfallstoffe aus den Muskeln auszuschwemmen, um sie zu entspannen, wodurch der Druck auf die Gefäße vermindert wird. Die Blutzirkulation sowie die Gewebeernährung werden verbessert.
  • Anti-Stress-Programm: Langanhaltender Stress kann krank machen! Stressauslösende Situationen werden durch eine regelmäßige Yoga-Praxis reduziert. Jede Yoga-Asana wirkt ganzheitlich und stabilisiert den ganzen Menschen. Regelmäßiges Üben führt zu Gelassenheit, Annahme, Zufriedenheit und Glückseligkeit.
  • Stabilisiert Wirbelsäule und sorgt für einen gesunden Rücken: Die Wirbelsäule, das Zentrum unseres Körpers. Sie verbindet die Schädelbasis mit dem Kreuzbein. Sie bietet uns Stabilität und gleichzeitig Flexibilität. Oftmals verkümmert sie jedoch im einseitigen Alltagsgeschehen. Die Wirbelgelenke sind blockiert und die Muskeln und Faszien verkrampft, dass kann zu einem steifen, unbeweglichen Rücken führen. Durch die dynamischen Übungen in Vor-, Rück- oder Seitbeugen werden alle Bewegungsrichtigen der Wirbelsäule wirksam trainiert und verklebte unelastische Faszien gelöst. Eine gute Yoga Variante bietet hierbei das Faszienyoga. Dank Yoga zum starken, aufrechten, elastischen und schmerzfreien Rücken!
  • Starke, flexible Muskeln: Das dynamische Üben ist der effektivste Weg um die Muskulatur aufzubauen und zu stärken. Durch den Wechsel von An- und Entspannung nimmt der Muskel an Umfang zu, wird elastisch und gewinnt an Kraft. Die Koordination und Versorgung der Muskulatur wird gesteigert. Durch die mehrfache Wiederholung mit dem eigenen Körpergewicht wächst die Kraftausdauer optimal.
  • Stärkung des Beckenbodens: Die gezielte Kräftigung und Dehnung im Unterbauch führt zur kraftvollen Beckenbodenmuskulatur. Der harmonische Wechsel zwischen intensiver An- und Entspannung bringt die Beckenbodenmuskulatur ins Gleichgewicht. Regelmäßiges Training kann helfen den Beckenboden zu stärken.
  • Verspannungen lösen: Spannungsregulierung durch Yoga. Jeder Muskel befindet sich in einer natürlichen Grundspannung. Oft sind die Muskeln aber überaktiv und können sogar in Ruhepausen nicht nachlassen. Jede Überspannung des Muskels behindert den Fluss der Körperenergie, der Nerven, Meridiane und Lymphe. Durch den harmonischen Wechsel von Bewegung, Atmung und Konzentration während der Yoga-Praxis können diese Verspannungen wieder gelöst werden.
  • Verjüngende Wirkung: Die tiefe Yoga Entspannung hat einen verjüngenden Effekt. Die körpereigenen Heilungskräfte können während der Yoga-Praxis aktiviert werden, Stresshormone und negative Emotionen vermindert werden.
  • Innere Zufriedenheit: Die Aufmerksamkeit während den Asanas ist ein ausgezeichnetes Mittel um in den gegenwärtigen Moment zu kommen. Die Kombination aus fließender Atmung, dynamischen Bewegungen und Achtsamkeit geben uns in der Yoga-Praxis Stabilität, Ruhe und Gelassenheit.

Die 3 beliebtesten Yoga Übungen:

Beim Yoga gilt die wichtige Regel, dass Übungen niemals Schmerzen oder unangenehme Empfindungen verursachen sollten.

Den Körper lieber für einige Augenblicke ruhig halten und dann langsam und vorsichtig ein wenig weiter auf die gewünschte Haltung hin bewegen. Im Einklang mit der Atmung und Konzentration. Dieser Weg erfordert etwas Geduld, ist aber sicher und schmerzlos. Es wird auch helfen, sich der Teile des Körpers, die gerade beansprucht werden, besser bewusst zu werden.

1. Kindhaltung (BALASANA)

Ausführung:

Die Kindhaltung, erinnert uns sowohl körperlich als auch psychologisch an unsere Kinderzeit. Sie ist körperlich weniger anspruchsvoll und stellt uns die Aufgabe des „nichts tuns“. Aus dem Fersensitz lassen wir uns mit der Schwerkraft sinken und atmen ruhig, die Stirn liegt am Boden und die Hände neben dem Körper oder gestreckt nach oben (siehe Foto).

Wirkung:

  • Fördert Stressabbau
  • Dehnt den Rücken
  • Regt den Lymphfluss an
  • Lindert Menstruationsbeschwerden und Rückenschmerzen.

 

2. Herabschauender Hund (ARDHO SHVANASANA)

Ausführung:

Hierbei handelt es sich um eine typische Umkehrhaltung. Beginne aus dem Vierfüssler-Stand, ausatmen dabei die Hüfte hochschieben, die Finger sind weit gespreizt, die Hände drücken fest in den Boden, die Arme sind weit gestreckt, der Rücken ist lang. Das Steißbein schiebt in Richtung Decke nach oben, die Oberschenkel sind angespannt, die Beine gestreckt und die Fersen am Boden. Wichtig nicht „durchhängen“ lassen.

Variation: Anfangs die Beine gebeugt lassen, so dass die Fersen vom Boden abheben. Ein gerader Rücken ist wichtiger als die gestreckten Beine.

Wirkung:

  • Wirkt beruhigend auf Gehirn und das Nervensystem
  • Hilft gegen Müdigkeit
  • Verlangsamt den Herzschlag
  • Kräftigt die Fußgelenke und Beine
  • Öffnet den Brustkorb
  • Löst Verspannungen im Schulter/Nacken Bereich
  • Stimuliert die Verdauungsorgane
  • Reguliert eine zu starke Regelblutung

 

3. Herausschauender Hund (URDHVA MUKHA SHAVANASANA)

Ausführung:

Aus Baulage, einatmen, dabei die Arme strecken, die Füße „rollen“ über die Zehen auf den Fußspann, der Brustkorb wird geöffnet, die Schultern ziehen weg von den Ohren, die Hände sind unterhalb der Schultern, Gesäß und Beine sind angespannt, Knie weg vom Boden, Blick nach oben oder geradeaus.

Wirkung:

  • Streckt den Nacken
  • Öffnet den Brustkorb
  • Stärkt den Rücken
  • Fördert die Rückenbeweglichkeit
  • Korrigiert Verschiebungen der Wirbelsäule
  • Förderliche bei Menstruationsbeschwerden
  • Förderlich bei Verstopfung und Blähungen

 

Fazit 

Nun hast du einiges über die positive Wirkung von Yoga erfahren. Eine regelmäßige Yoga-Praxis bedeutet äußere und innere Reinheit, Zufriedenheit, Selbsterfahrung, Hingabe und Achtsamkeit. Fakt ist, wer regelmäßig Yoga übt, kann von vielen positiven Effekten profitieren. Yoga die ganzheitliche Medizin des Körpers. Probiere es aus und spüre die wohltuende Wirkung auf Körper, Geist und Seele.